Dieses Jahr fand zum ersten Mal das
Vegan Spring-Fest, das vegane Frühlingsfest in Hannover statt. Organisiert von der Gruppe Hannover Vegan hat man eine tolle Ausstellung vieler veganer Produkte, einiger prominenter Gäste sowie toller Musik auf die Beine gestellt.
Um ca. 11 Uhr wurde das Fest mit ein paar Rednern, u.a. Christian Vagedes von der Veganen Gesellschaft Deutschland, dem bekannten Koch Björn Moschinski und der Band Killing Tofu begleitet. Leider konnte ich mit die Reden nicht wirklich anhören, da schon zu diesem Zeitpunkt sehr viel zu tun war. Und dabei blieb es auch nicht. Erst um 21 Uhr haben wir die Sachen gepackt und natürlich auch sehr erschöpft. Aber auch glücklich über so viel Zulauf aus allen Richtungen.
Ich selbst konnte beim Stand von
Nature´s Food, des ersten veganen Lebensmittelmarktes in Norddeutschland, gefunden werden. Mir hat es besonders viel Spaß gemacht, da ich mit so gut wie jedem Gast des Vegan Spring zu tun hatte.
Direkt neben uns war dann auch das erste vegane Café, das Nirvana zu finden. Dort gab es leckere Paella sowie die sehr beliebten Nirvana Burger, die man auch in Linden (bei der Haltestelle Nieschlagstraße) bekommt. Außerdem waren wir als Ansprechpartner der Basisgruppe Hannover der Veganen Gesellschaft Deutschland direkt mit eben diesem Stand verknüpft.
Es war ein sehr fröhliches Fest und die Band Killing Tofu hat für eine wunderbare Stimmung gesorgt. Ihr Deutschrock hat wirklich jedem gefallen und die Texte waren auch sehr unterhaltsam.
Björn Moschinski war diesmal mit dabei und hat eine tolle Kochshow abgeliefert und dabei leckeren Eiersalat (natürlich vegan) gezaubert. Ich habe ihn probiert und musste sagen, er war wirklich authentisch. Ich mochte ihn mehr, als ich Eiersalat jemals gemocht habe. Das war zwar niemals der Fall, spielt aber keine Rolle, denn ohne Ei fand ich ihn ganz ok. Eine Steigerung um 100% also. Für alle die, die Eiersalat mögen, ihr werdet ihn wahrscheinlich lieben. Ein Dank hier nochmal an Elisabeth von Tier-Time e.V., die mir den Eiersalat noch an unseren Stand gebracht hat.
Weitere prominente Aussteller und bekannte Gesichter hat man natürlich auch wiederentdeckt. Zum Beispiel war der Muffin-Mann mit seinen leckeren Muffins und tollem Kaffee wieder mit von der Partie. Leider konnte ich von ihm keine Fotos mehr machen, da unser Stand vollkommen überrannt wurde und ich erst Zeit gefunden habe, Fotos zu schießen, als ein wenig Ruhe eingekehrt ist. Rezeptefuchs.de, ethice, Natur ohne Jagd, Vebu und die Tierschutzpartei konnte ich aber noch fotografieren. Zwar hat die Gruppe Natur ohne Jagd einmal wieder mehr auf eher nicht so schöne Bilder Wert gelegt, denn noch waren sie sehr nett und sympathisch.
Von allen Festen, die einmal die vegane Lebensweise beleuchten sollen, fand ich dieses bisher am positivsten. Endlich konnte man uns Veganer auch mal als fröhlich feiernde Menschen sehen. In der Vergangenheit gab es ja teilweise so heftige Bilder, dass man sich zum Beispiel nicht mit Kind auf den Weihnachtsmarkt trauen konnte. Wer will seinem Kind schon Grausamkeit zeigen, wenn man eine tolle kulturelle Feier erleben möchte? Und wer will sich schon mit dem Gedanken auseinandersetzen, vielleicht selbst mal über die vegane Lebensweise nachzudenken, wenn man ständig nur negativ eingestellte, ausschließlich anprangerte Menschen sieht, die einem pausenlos Fehler an den Kopf werfen?
Bei den nächsten Feiern, und es wird wohl schon im Sommer das nächste Vegane Fest geben, wäre es wieder toll, wenn wieder mehr auf die positiven Bilder, die man vermitteln will um was zu bewegen, achten würde.
Am 01.05.2011 steht bei uns in Hannover übrigens wieder das vegane 1.Mai-Grillfest an. Bislang haben schon über 20 Personen zugesagt und es wäre schön wenn es noch viel mehr werden. Im letzten Jahr war es einfach wunderbar sich mit so vielen Leuten, die Lust dazu hatten, sich bei tollem Wetter einfach auf die Wiese (mit Decke) zu setzen um zu schlemmen, zu treffen. Dieses Mal scheinen es aber deutlich mehr zu werden als im letzten Jahr. Denn so viele Zusagen hatten wir zu dem gleichen Zeitpunkt noch nicht.
Das Grillfest findet wieder auf der gegenüber liegenden Seite des Faust-Geländes in Linden statt. Wenn man vom Gelände aus die Brücke in Richtung Herrenhausen überquert, finden man uns wieder direkt auf der rechten Seite. Dieses Jahr haben wir auch ein tolles Transparent dabei. Das Motto ist auch hier wieder: Hannover isst vegan. Es darf jeder kommen und erlaubt sind alle veganen Speisen und Getränke. Anziehen darf man natürlich was man will.
Eines ist auch schon sicher, es wird lecker, lustig und dieses Jahr soll sogar das Wetter noch besser sein. Letztes Jahr gab es ein paar kleine Regentröpfchen. Die haben aber niemanden gestört.



Es gab auch eine Tombola und Stände, die sich sehr mit dem Thema Ernährung im Allgemeinen beschäftigten. So waren die beiden wohl gesündesten Stände, My vegan World und Pure sehr beliebte Anlaufpunkte. Denn diese beiden Stände haben sich mit der Rohkost-Ernährung beschäftigt. Es gab leckere Gerichte, die noch ihre gesamten Nahrungsbestandteile enthielten und sämtliche Vitamine an den Körper weitergeben konnten. Dies wird in unserer schnelllebigen Industrie-Gesellschaft leider immer wieder vernachlässigt.
Vegane Kosmetik von Schmetterling (aus der Flüggestr. in der List) konnte man auch auf einem eigenen Stand finden. Die nette Ursula hat dort ihre tollen Produkte vorgestellt und ist auch weiterhin im ihrem Lädchen zu finden.
Für mich war der Vegan Spring ein gelungenes Frühlingsfest mit toller Musik, tollen Menschen und vielen interessierten, die auch zum ersten Mal gesehen haben, wie groß die Möglichkeiten sind sich einfach vegan zu ernähren. Das einzige was man dafür braucht, ist eine gehörige Portion Interesse an neuem, eine moralische Weltanschauung in der kein Platz für Tierquälerei ist, und das Wissen, dass tierische Produkte einfach in jedweder Form ungesund sind. Dies ist zwar bereits seit mehreren Jahren durch die Wissenschaft eindeutig bewiesen. Die Politik hat wohl aber kein wirkliches Interesse daran, dieses Wissen seinem Volk näher zu bringen. Zu sehr wirken wohl Lobbygruppen auf sie ein. Und zu groß ist die Versuchung, mehr nach Macht zu streben als um sich um´s Volk zu kümmern.
Freuen wir uns aber nun auf das evtl. bald anstehende vegane Sommerfest in Hannover.