Ich habe mir als Verbraucher schon oft die Frage gestellt, was Tiere, die der konventionelle Massentierhalter für den Massenmarkt züchtet, zu fressen bekommen dürfen.
Ich bin aus den gesamten gesetzlichen Bestimmungen natürlich überhaupt nicht schlau geworden. Und die Politik sieht da natürlich garkeinen Handlungsbedarf. Dies wundert aber auch garnicht. Denn die Politik versteht nicht die Bohne von dem, was sie da erlaubt hat bzw. erlauben lies. Seit der werte Herr Guttenberg schonmal aufgeflogen ist, als alles was er eigentlich als damaliger Wirtschaftsminister verzapft hat, von einer externen Anwaltskanzlei erstellt wurde, wissen wir ja wie das Politgeschäft läuft. Ein bisschen bla bla, ein wenig Texte vorlesen, die andere geschrieben haben und wenn nötig mal hier, mal dort ein paar politische Konsequenzen ziehen. Total easy.
Kommen wir aber zum eigentlichen Thema zurück und halten uns nicht so sehr mit der an Vollkommenheit grenzenden Unfähigkeit der deutschen Politiker auf.
Futtermittel. Was sind Futtermittel? Im Grunde genommen kann man als Massentierhalter in der Landwirtschaft alles verfüttern, was nicht als krebserregend eingestuft wurde. Eine Ausnahme gibt es aber, seitdem klar bewiesen wurde, dass Tiermehl (also man verfüttert geschredderte Tierleichen an ihre Artgenossen) zu Rinderwahn führt. Man hat Tiermehl verboten. Verschwunden ist es vom deutschen Markt aber noch lange nicht.
Der Mäster, damals auch Landwirt genannt, verfüttert natürlich das, was am billigsten für ihn ist. Und das sind in der Regel industriell verarbeitete Abfallprodukte. Viel Fett, modifizierte Stärken und Kohlenhydrate, meistens genmanipuliert (ist ja in der Massentierhaltung erlaubt), Wachstumshormone von der Pharmaindustrie und natürlich nicht zu vergessen: den erheblichen Anteil an Medikamenten (ebenfalls Pharmaindustrie).
Der Mensch bekommt dann das "gute Fleisch" im Supermarkt präsentiert als wäre es gerade liebevoll getötet und vom Fleischer fachgerecht rausgeschnitten worden. Dies ist natürlich eine einfache Sache. Einfach Farbstoffe mit reinmischen und dann bleibt das Fleisch auch schön rot. Toll oder? Denn totes Fleisch ist bereits nach ein paar Sekunden immer und wirklich immer bereits im Verwesungszustand. Und damit das Fleisch auch schmeckt, werden den toten Tieren vorab natürlich noch Geschmacksverstärker gespritzt. Muss ja sein, sonst würde es keiner mehr kaufen. Allerdings glaube ich schon, dass dies vollkommen überflüssig ist. Denn der Otto-Normalverbraucher, der heute tatsächlich immernoch Fleisch isst, der würde einfach nur mehr würzen. Ist halt Erfahrungssache. Und nachdenken ist sowieso viel zu anstrengend. Gammelfleisch im Supermarkt? Kanns nicht geben. wir haben doch Gesetze.
Damit ihr euch mal einen Eindruck machen könnt von dem, was die Tiere, die wir Menschen wirklich und wahrhaftig noch essen so zu fressen bekommen, gibts hier eine Liste der erlaubten Futtermittel die man in der Masttierhaltung verwenden darf. Medikamente sind da allerdings noch nicht dabei. Obwohl unabhängige Messungen aus den verschiedenen Supermarktketten ergeben haben, dass der Anteil der zugesetzten Chemikalien in Tierfleisch schon bei ca. 10% liegt. Ist ja auch billiger. Stört anscheinend auch niemanden.
Hier dann mal die
Liste der erlaubten Futtermittel in der Massentierhaltung.